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NEUE AMD STUDIE:

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD): Besserer Visus und tendenziell langsamerer Verlauf durch Lutein- und Vitaminsupplementierung (= Einnahme)

Schon seit längerem ist bekannt, dass im Alter die Pigmentdichte in der Makula abnimmt und der Entstehung einer altersbezogenen Makuladegeneration (AMD) den Weg bereitet. Risikofaktoren, die diesen Prozess noch beschleunigen, sind vor allem das Rauchen, eine ungesunde Ernährung und eine ungeschützte längere Exposition gegenüber Sonnenlicht.

Die CARMA-Studie ist die erste Studie, bei der über einen langen Zeitraum eine Supplementierung stattfand und die funktionellen wie morphologischen Veränderungen dokumentiert wurden. Das Studienpräparat (Lutein AMD) enthielt neben den beiden augenspezifischen Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin zahlreiche Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C, Zink und Kupfer. Eine Kontrollgruppe erhielt ein Placebo. Die Studie wurde – wie Professor Chakravarthy von der Queen`s University in Belfast berichtete – von Oktober 2004 bis März 2008 an 433 Senioren im Durchschnittsalter von 77 Jahren erhoben.

Einnahme von Lutein zusammen mit Co-Antioxidantien stabilisiert Makulapigmentdichte und Makulafunktion

„Die Ergebnisse der CARMA-Studie zeigen“, so Dr. Stephen Beatty, „dass die tägliche Einnahme von Lutein zusammen mit Co-Antioxidantien die Makulapigmentdichte erhält, was sich auf die Sehleistung und die morphologische Progression einer AMD sehr positiv auswirkt.“
In der Tat nahm das mit der Raman-Spektroskopie gemessene Makulapigment bei denjenigen Teilnehmern, die ein Plazebo erhielten, während der Studiendauer beständig ab. Bei den AMD-Patienten hingegen, die eine Supplementierung erhielten, konnte nicht nur eine Bewahrung des eigenen Makulapigments, sondern sogar eine leichte Zunahme registriert werden. Beatty und Chakravarthy vermuten, dass die Abnahme der Makulapigmentdichte den Verlust von Photorezeptoren in diesem wichtigsten Areal der menschlichen Netzhaut widerspiegelt, der für AMD Patienten ein so prognostisch tragisches Zeichen ist – der Indikator für einen in aller Regel irreversiblen Visusverlust. Doch gerade der Visus kann offenbar mit der Einnahme stabilisiert werden: Im Vergleich zur Placebogruppe hatten die Studienteilnehmer, die das CARMA-Präparat erhalten hatten, eine im Durchschnitt um 4,8 Buchstaben auf den ETDRS-Sehtafeln höhere bestmöglich korrigierte Sehschärfe. Diese positiven Ergebnisse spiegelten sich auch in den Fundusfotographien wider: Bei den Patienten, bei denen stark erhöhte Serumluteinkonzentrationen nachgewiesen wurden, konnte eine deutliche Verlangsamung der Weiterentwicklung zu einer Spätform der AMD festgestellt werden.

Nach Präsentation der Ergebnisse wurden den Autoren der CARMA-Studie eine Frage gestellt, die sicher auch dem ophthalmologischen Fachpublikum in Nürnberg auf der Zunge gelegen hätte: Lässt sich eine solche Supplementierung mit visuserhaltenden Agentien nicht auch mit einer normalen, gleichwohl bewusst „gesunden“ Ernährung erzielen? Dies ist natürlich möglich – theoretisch. Der Augenarzt müsste seinen Patienten mit früher AMD nur davon überzeugen können, tagtäglich zwei Schüsseln mit rohen Spinat zu sich zu nehmen, um die von dem CARMA-Präparat gewährleistete Lutein-Tagesdosis zu erreichen. Und das „nur“ 365-mal im Jahr.

Wenn Sie betroffen sind, sprechen Sie jederzeit mit unserem ärztlichen Leiter Herrn Dr. Arno Heinrich über diese Studie.