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Tipps für gesunde Augen

Rund 10.000 Menschen erblinden Jahr für Jahr in Deutschland. Nicht alle Augenkrankheiten lassen sich verhindern, doch schon mit einigen einfachen Maßnahmen kann jeder das individuelle Risiko senken, sein Sehvermögen zu verlieren.

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) hat einige Tipps zum Schutz der Augen zusammengestellt:

  • Tragen Sie eine Sonnenbrille: Ein guter UV-Schutz beugt der Entstehung des Grauen Stars (Katarakt) vor und bewahrt die Netzhaut vor Schäden. Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte man auf das CE-Zeichen achten, es signalisiert, dass die europäischen Mindestvorgaben eingehalten werden.
  • Rauchen Sie nicht: Raucher haben ein erhöhtes Risiko, eine altersabhängige Makuladegeneration (AMD) zu entwickeln, auch das Kataraktrisiko ist bei ihnen höher.
  • Ernähren Sie sich vielseitig: Eine vitaminreiche Kost schützt die Netzhaut. An der Annahme, dass Karotten gut für die Augen sind, ist etwas Wahres. Darüber hinaus haben Untersuchungen gezeigt, dass vor allem grünes Blattgemüse hilft, die Sehkraft zu erhalten.
  • Tragen Sie Schutzbrillen: Augenverletzungen bei handwerklichen Arbeiten, aber auch beim Sport lassen sich durch Schutzbrillen zuverlässig vermeiden.
  • Achten Sie auf Hygiene beim Tragen von Kontaktlinsen: Kontaktlinsenträger sollten ihre Augen regelmäßig vom Augenarzt untersuchen lassen. Zudem sollten Sie den Empfehlungen zur Kontaktlinsenpflege und -hygiene genau Folge leisten, um Komplikationen zu vermeiden.
  • Nutzen Sie Vorsorgeuntersuchungen: Viele Augenkrank­heiten treten im Alter gehäuft auf, ab dem 40. Lebensjahr beispielsweise steigt das Risiko, an einem Grünen Star (Glaukom) zu erkranken. Der BVA empfiehlt daher regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 40. Lebensjahr.
  • Handeln Sie früh: Die Behandlungsmöglichkeiten des Glaukoms, aber auch der AMD und der diabetischen Netzhauterkrankung sind in einem frühen Krankheitsstadium besonders gut. Ein frühes Eingreifen kann deshalb wertvolles Sehvermögen erhalten.


Wie machen sich Augenkrankheiten bemerkbar?

Katarakt (Grauer Star)
Die Umwelt erscheint unscharf, matt, als sähe man sie durch eine Milchglasscheibe. Farben verblassen, man fühlt sich oft leicht geblendet. Mitunter kommt man plötzlich ohne Lesebrille aus – denn die Katarakt kann auch die Brechkraft der Linse beeinflussen.

Glaukom (Grüner Star)
In den meisten Fällen wird es erst bemerkt, wenn schon der größte Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört ist. Zuerst treten blinde Flecken am Rand des Gesichtsfelds auf, die nach und nach immer größer werden. Das zweite Auge und das Gehirn können diese Ausfälle oft noch ausgleichen. Die Krankheit verläuft meist schmerzlos, nur bei der seltenen Form des Winkelblockglaukoms deuten starke Schmerzen und eine Rötung des Auges auf den gefährlichen Anstieg des Augeninnendrucks hin.

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Die AMD verursacht keine Schmerzen. Mögliche Symptome sind: Farben wirken blasser, in der Mitte des Gesichtsfelds erscheint ein blinder oder grauer Fleck oder gerade Linien erscheinen verzerrt.

Diabetische Retinopathie
Lange Zeit bemerkt der Diabetiker keine Sehverschlechterungen, auch wenn dem Augenarzt bereits Veränderungen an der Netzhaut auffallen. Später nehmen die Patienten verschwommene oder verzerrte Bilder wahr oder das Sehen verschlechtert sich durch Einblutung bis hin zur Erblindung.