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Ab 1.7.2010 üben wir unsere augenärztliche Tätigkeit gemeinsam aus. Ab 5.7.2010 übernehmen wir die Praxis von Dr. med. Fügener



Reichensächserstr. 13 · 37269 Eschwege
Fon 05651 70270 · Fax 05651 3378830
www.augenarzt-wasseh.de · info@www.augenarzt-wasseh.de
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08.00 Uhr - 12.00 Uhr & 14.30 Uhr - 18.00 Uhr
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Mittwoch und Freitag nach Vereinbarung




Das Glaukom (GrĂĽner Star)


Das Glaukom auch Grüner Star genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen des Sehnervs. Charakteristisch ist ein kontinuierlicher Verlust von Nervenfasern. Als Folge entstehen Gesichtsfeldausfälle und im Extremfall eine Erblindung des Auges. Als wichtigster Risikofaktor wird ein zu hoher Augeninnendruck angesehen. Ohne Behandlung, meist durch Augentropfen, kann das Gesichtsfeld mit Fortschreiten der Erkrankung zusammenschrumpfen. Die Glaukomerkrankung kann jeden treffen. Risikofaktoren für die Entstehung des Glaukoms sind
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Hohes Lebensalter
  • Hohe Kurzsichtigkeit
  • Glaukom in der Verwandtschaft
  • Ethnische Gruppe: Schwarze haben ein höheres Risiko als WeiĂźe
  • Durchblutungsstörungen (Mikrozirkulation, „kalte Hände“, „kalte Nase“)
Wie entdecken wir ein Glaukom und warum FrĂĽherkennung wichtig ist:
Wir Augenärzte suchen mit speziellen und neuesten Methoden nach ersten Anzeichen für die Erkrankung, weil diese heimtückischer Weise meist über Jahre von den Patienten selbst nicht erkannt wird (weder durch Kopf- noch Augenschmerzen oder durch verminderte Sehkraft). Der Patient selbst bemerkt die Erkrankung meist erst dann, wenn sich eine erste Sehverschlechterung einstellt und der Sehnerv schon irreversibel geschädigt ist. Deshalb raten wir bei Ocurana dazu, sich vom 40. Lebensjahr an, alle zwei Jahre untersuchen zu lassen. Bei erhöhtem Risiko (siehe oben) sollte die Untersuchung sogar jährlich stattfinden. Zu den eingesetzten Methoden zur Früherkennung gehört bei Ocurana nicht nur die Messung des Augeninnendrucks und die Betrachtung des Sehnervenkopfes, sondern auch die genaue Beurteilung der Nervenfaserschicht am Augenhintergrund.

Die unterschiedlichen Methoden zur FrĂĽherkennung:

Die Tonometrie – Augeninnendruckmessung
Die Messung ist einer der wichtigsten Schritte für die Früherkennung des Glaukoms und wird auch für die Verlaufskontrolle im Falle einer Erkrankung eingesetzt. Zur Messung des Augeninnendrucks werden unterschiedliche Geräte verwendet. Solche, die das Auge bei der Messung berühren, und Non-Kontakt-Tonometer, bei denen das Auge nicht direkt sondern nur durch einen Luftstrahl berührt wird. Vor der Kontakt-Tonometrie werden selbstverständlich Augentropfen verabreicht, sodass die Untersuchung schmerzfrei verläuft.

Die Pachymetrie – Hornhautdickenmessung
Eine Messung des Augeninnendrucks allein ist nach neuesten Forschungsergebnissen fĂĽr die FrĂĽherkennung des Glaukoms nicht mehr ausreichend, denn der bei der Tonometrie ermittelte Augeninnendruck wird maĂźgeblich von der Dicke der Hornhaut, die von Mensch zu Mensch verschieden ist und zum Teil erhebliche Unterschiede aufweist, beeinflusst. Daher werden wir Ihnen bei Ocurana eine Messung der Hornhautdicke empfehlen, deren Ergebnis fĂĽr die Ermittlung des korrekten Augeninnendrucks sinnvoll ist.

Lichtoptische Pachymetrie
Die lichtoptische Pachymetrie ist ein neues modernes Verfahren, bei der die Hornhautdicke mit einem schmerzfreien Diagnoselaser gemessen wird. Auch hier beruht die Messung auf dem unterschiedlichen Streuungs- bzw. Reflektionsverhalten der Lichtwellen durch unterschiedliche Schichten des menschlichen Auges. Die Vorteile dieser Methode: Ihr Auge wird nicht berührt und muss nicht lokal betäubt werden, da schmerzfrei. Die Messung ist bis auf ein Tausendstel Millimeter genau.

Der HRT – Heidelberg Retina Tomograph
Durch einen ungefährlichen Laserstrahl erfasst der HRT 28 Millionen Datenpunkte und bewirkt dadurch eine sehr genaue Vermessung. Diese dreidimensionale Darstellung der Kontur der Netzhaut erlaubt eine genaue Analyse des Sehnervkopfes, der so genannten Papille. Dadurch wird die Entwicklung eines Glaukoms Jahre vor dem Auftreten von Gesichtsfeldausfällen festgestellt.

Die OCT – Optische Kohärenz Tomographie
Durch die Optische Kohärenz Tomographie (OCT) ist es bei Ocurana möglich, in einer kurzen Untersuchungszeit schmerzfrei die Netzhautdicke, sowie Veränderungen in ihrem Aufbau und ihrer tieferen Binnenstruktur exakt zu vermessen. Auch hier ist es wiederum nicht notwendig, das Auge zu berühren. Eine neue Dimension der Diagnostik und Verlaufskontrolle wird somit ermöglicht. Darüber hinaus erlaubt die Optische Kohärenz Tomographie (OCT) neben den Diagnostikmöglichkeiten des Glaukoms noch die Untersuchung weiterer Krankheitsbilder, wie z.B. der altersbedingten Makuladegeneration, kurz AMD genannt – siehe unser Newsletter September 2009.

Vereinbaren Sie Ihren individuellen Termin mit unserem Ärzteteam bei Ocurana. Ihre Messwerte werden gespeichert und bei Folgeuntersuchungen automatisch mit den neuen Daten verglichen. Alle Ergebnisse und Aufnahmen werden wir eingehend mit Ihnen besprechen. Durch unsere modernen Verfahren, können Veränderungen eines eventuellen Schadens des Sehnervkopfs durch ein Glaukom deshalb sehr schnell erkannt und behandelt werden.
Rufen Sie an: 06623-885035


Wussten Sie woher das Wort Glaukom, grĂĽner Star, kommt? Die Wortherkunft:
Der ursprünglich von Aristoteles geprägte Name „Glaukom“ stammt vom griechischen glaukos „hell“, „leuchtend“, „glänzend“; das Meer betreffend: „(grau)bläulich“ und leitete sich von der blau-grauen Verfärbung der Regenbogenhaut bei chronischen Entzündungen her. Im 16. Jahrhundert wurde in Frankreich daraus „grün, meerfarben“, da in Nordfrankreich der Atlantik eher grünlich als bläulich wirkt.
„Star“ ist seit dem 8. Jahrhundert im Deutschen eigentlich eine Bezeichnung für Linsentrübungen. Im 20. Jahrhundert bürgerte sich der Begriff „Grüner Star“ als Synonym für Glaukom ein.